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KYC-Compliance und Händler-Onboarding


Der ultimative Leitfaden für ein schnelleres Händler-Onboarding

Der Onboarding-Prozess für Händler ist das Herzstück des Zahlungsverkehrssegments, dessen Effizienz über das weitere Wachstum von Unternehmen in dieser bald 2 Billionen US-Dollar schweren Branche entscheidet. Die sich schnell entwickelnde globale Zahlungsverkehrsbranche sieht sich mit Herausforderungen und Chancen konfrontiert, die durch regulatorische Änderungen, makroökonomische Trends und den FinTech-Einzug in das Zahlungsgeschäft entstehen.

Auch Zahlungsdienstleister sind nicht gegen den digitalen Wandel immun, der die Finanzdienstleistungen durchdringt. Kunden und Händler gewöhnen sich zunehmend an einen schnelleren und bequemeren Service, was Zahlungsanbieter dazu zwingt, ihre digitale Infrastruktur aufzurüsten, um Vorteile bei Tempo und Flexibilität zu erzielen. Gleichzeitig drängen Startups mit bis dato unbekannter Agilität auf die Bühne.

Der Wandel und die Disruption des Geschäfts von Handelsdienstleistern vollziehen sich vor unseren Augen – in Echtzeit. Ich würde es als Co-Opetition auf Steroiden bezeichnen, da Hardware, Software, Zahlungen, Verarbeitungsdienste und neue Plattformen verschmelzen, sich konsolidieren und kollidieren, um die Lieferkette für Händlerdienstleistungen auf völlig neue Weise umzugestalten.

Karen Webster, President bei PYMNTS.com

Händler-Onboarding: Schlüsselthemen

Dieser Leitfaden für ein schnelleres Händler-Onboarding untersucht grundlegende Themen des Händler-Onboardings und bietet gleichzeitig Ressourcen zur Vertiefung interessanter Themen wie:

Erfolgreiche Händlerakquise

Die Händler-Akquise wird von denselben uralten Herausforderungen rund um Vorschriften, Trends und Wettbewerb geplagt, die auch für die Zahlungsbranche insgesamt gelten. Doch während die Dynamik der Branche früher zwischen den von großen Einzelhändlern ausgehandelten Gewinnspannen und den von kleineren Händlern verursachten Compliance-Problemen schwankte, hat sich das Spektrum auf die aufkeimende Marktplatz-Wirtschaft ausgeweitet. Heute ist jeder Einzelhändler, und so stellen die Volumina im Händler-Onboarding und die Transaktionsvolumina gleichzeitig eine Chance und eine Herausforderung dar. Ein Segment der innovativen Zahlungsfirmen navigiert durch die Risiko- und Compliance-Lücke, die durch die Marktplatz-Wirtschaft entstanden ist.

Drei einzigartige Möglichkeiten für Zahlungen in der Sharing Economy

Während sich die Zahlungsverkehrsbranche weiterentwickelt, um immer größere Handelskanäle zu bedienen, bemühen sich die Unternehmen um zwei wichtige Vorteile: Tempo und Compliance. Einige der größten Revolutionäre im Zahlungsverkehrssegment haben sich mit fünfminütigen Onboarding-Zeiten hervorgetan – während die Branche für das Händler-Onboarding bisher im Schnitt 3-5 Tage, fallweise auch mehrere Wochen akzeptierte. Immer kürzere Onboarding-Zyklen, die die Einhaltung von Vorschriften automatisieren, tragen zusammen mit fortschrittlichen Analysefunktionen zu einer immer einfacheren Händlererfahrung bei, da Bearbeiter und Vermittler das enorme Volumen nahtlos bewältigen können.

KUNDENDATEN-VERIFIZIERUNG (KYC)BONITÄTSPRÜFUNGAKTIVIERUNG
Beschaffung aller erforderlichen Dokumente und unterstützenden Informationen (Ausweispapiere, Unterlagen zur Unternehmensregistrierung)Kreditwürdigkeit (z.B. Fico, interne Modelle)Erfassung aller Daten
Verifizierung statischer Daten, wie Adresse, Standort, KontodatenHändlerkategorie-Code (bestimmt das Risiko der Nichtlieferung), z. B. Reisen, Freizeit und immaterielle GüterHochladen der unterstützenden Dokumente
Unternehmensgeschichte (wie lange das Unternehmen schon besteht)Beurteilung des Transaktionsvolumens, des geografischen Fußabdrucks, des WechselkursrisikosÜberprüfung, ob alle Daten vollständig und korrekt sind
Händlerkategorie (MIC)Risikoabhängige PreisfestlegungSprechen KYC und Bonitätsprüfung der Gegenpartei für eine Genehmigung?
Grundlegende KYC-Prüfung (Hintergrundprüfungen: politisch exponierte Person (PEP), Sanktionsliste des US-Finanzministeriums (Office of Foreign Assets Control – OFAC)Wirtschaftlicher Hintergrund von Managern und Unternehmen (wie lange im Geschäft, in der Branche)Aktivierung des Kunden, der nun Kartenzahlungen akzeptieren und abwickeln kann
Eigentümerstruktur / wirtschaftlich Berechtigter
Blacklist-Überprüfungen
In eCommerce: Webcrawler zur Erkennung von negativem Datenverkehr

Wenn Sie Ihre Händler nicht innerhalb von Minuten einbinden können, werden es Ihre Mitbewerber tun.

Hier sind einige Ratschläge dazu, wie Sie aufholen können.

Fallstudie Klarna

„Wir bemühen uns um eine reibungslose und verantwortungsbewusste Kreditvergabe, selbstverständlich im Einklang mit den Finanzvorschriften.“

Klarna

Reibungslose Compliance-Prozesse sind der erste Schritt, um das Risiko zu minimieren und das Engagement der Händler zu gewinnen. Unternehmen wie Klarna wissen, dass Endverbraucher nahtlose und natürliche Zahlungstechnologien bevorzugen. Für die Kunden von Klarna ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass ihre Einkäufe einfach zu handhaben sind. Diese Sicherheit haben sie, weil das Backend von Klarna für regulatorische und betriebliche Komplexität ausgelegt ist. Durch die Orchestrierung einer Vielzahl von Eingaben bewältigt die Plattform die inhärente Komplexität und gewährleistet so eine reibungslose Benutzererfahrung.

KYC-Compliance

Die Art jeder Transaktion und das damit verbundene Risiko bestimmen die Verantwortung in Bezug auf die verschiedenen globalen KYC-Gesetze. So sehen sich beispielsweise Zahlungsvermittler auf beiden Seiten der entkoppelten Transaktion regulatorischen Anforderungen gegenüber. Sie unterliegen Vorschriften, wenn sie Kunden Geld in Rechnung stellen, und dann wieder, wenn sie die Gelder an die Händler auszahlen. In einigen Szenarien übernehmen Zahlungsanbieter zusätzliche Risiken im Namen von Händlern, weshalb in komplexe Bonitätsrisiko-Workflows entsprechende KYC-Prozesse integriert sind. Die Komplexität nimmt noch zu, wenn Unternehmen grenzüberschreitend tätig sind oder in besonders regulierten Branchen arbeiten.

Während die KYC/Geldwäsche-Komponente des Onboarding-Prozesses für Händler früher weitgehend manuell durchgeführt wurde, setzen die führenden Zahlungsfirmen heute fortschrittliche Automatisierungstechnologien zur Unterstützung ein:

  • Die Integration und Standardisierung von strukturierten und unstrukturierten Daten gemäß OFAC-, PEP- und Blacklist-Überprüfungen sowie anderer Due-Diligence-Ressourcen.
  • Geschäftsregeln und Prozess-Workflows, die eine grenzüberschreitende oder regionale Spezialisierung automatisieren und auf intelligente Weise geeignete Regeln anwenden, um die Einhaltung der Vorschriften in jedem einzelnen Fall zu gewährleisten.
  • Anwendung von traditionellen und maschinellen Lerntechniken bei der Erstellung und nativen Operationalisierung von Analysemodellen.

Fallstudie YapStone

Provenir hat außerdem einen hohen Automatisierungsgrad für das Händler-Onboarding bewiesen, bei gleichzeitiger Unterstützung einer Echtzeitverarbeitung mit geringer Latenz. Die visuellen No-Code-Tools von Provenir machten es uns sehr leicht, unseren Geschäftsprozess zu entwerfen, zu konfigurieren und schnell live zu gehen.

Bruce Dragt, YapStone

Lesen Sie, wie YapStone mithilfe von Provenir Millionen von Händlern in Echtzeit einbinden konnte.


Transaktionsüberwachung – Geldwäsche

Der technologische Fortschritt hat alle Bereiche des Zahlungsverkehrs grundlegend verändert. So auch die Transaktionsüberwachung und die Kontrolle zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und zur Verhinderung von Terrorismusfinanzierung (CFT). Drei Entwicklungen haben sich besonders deutlich auf die AML-/CFT-Überwachung ausgewirkt:

  • Die Verbreitung und Zugänglichkeit von Daten.
  • Verbesserte Verarbeitungsleistung, die hinsichtlich Tempo und Volumen alles bisherige in den Schatten stellt.
  • Weitverbreitete Akzeptanz fortschrittlicher Datenanalysetechniken.

Die Verbreitung und Zugänglichkeit von Daten

In der Vergangenheit wurden die Daten zur Geldwäschebekämpfung von einer ausgewählten Gruppe von Unternehmen zentralisiert und für die weltweite Nutzung aufbereitet und vermarktet. Etwa seit der Zeit, als das Schlagwort „Big Data“ aufkam, haben Zahlungsfirmen jedoch Zugang zu einer ganzen Reihe bislang ungenutzter Daten. Vielfalt und Umfang der nun verfügbaren Daten, sowie die verbesserten Analysemöglichkeiten, geben nun Compliance-Fachleuten in Bezug auf aussagekräftige, datenzentrierte Erkenntnisse in den Bereichen AML/CFT die Kontrolle in die Hand.

Im Zeitalter der Automatisierung müssen Transaktionsüberwachungsstrategien der Notwendigkeit einer effizienten Datenaggregation Rechnung tragen – die Fähigkeit, Daten zu analysieren, reicht nicht mehr aus. Web-Crawling-Technologien und zahlreiche APIs haben die Welt der Daten geöffnet. Vorausschauende Unternehmen machen sich deren Verfügbarkeit zunutze.

„Tatsachen, Tatsachen! … Ich muss doch vor allem festen Grund unter den Füßen haben.“

Sir Arthur Conan Doyle, Die Abenteuer des Sherlock Holmes

Bessere Verarbeitungsleistung

Rückblickend betrachtet, hat die Rechnerleistung seit dem Tag, an dem wir die Rechentafel ins Museum gestellt haben, exponentiell zugenommen. Um präzise zu sein: Im Laufe von 60 Jahren hat sich die Rechenleistung billionenfach erhöht.

Parallel zur verbesserten Rechenleistung hat sich auch die Umgebung verändert, von der ursprünglich physisch-greifbaren zu Cloud- oder Hybrid-Infrastrukturen, die völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

Weitverbreitete Akzeptanz fortschrittlicher Datenanalysetechniken.

Dem maschinellen Lernen gehört die Zukunft. Das maschinelle Lernen ist in der Gegenwart angekommen. Es ist überall, und das aus gutem Grund. Aber es ist nicht neu. Die akademische Welt und die Informatik beschäftigen sich schon seit langem mit der Theorie und den Anwendungsmöglichkeiten des Maschinellen Lernens. Jetzt bahnt sich dieses Thema seinen Weg in den Mainstream von … nun ja …allem – und Finanzdienstleistungen zählen natürlich auch dazu.

Zahlungsfirmen sind mit Techniken des maschinellen Lernens bei der Transaktionsüberwachung vertraut, und die Datenwissenschaften werden mit der Zeit immer prädiktiver. Viele Unternehmen erforschen Ensemble-Modelle wie Random Forest und Gradient Boosting, um die Stabilität und Genauigkeit der prädiktiven Analytik zu erhöhen.


Lösungen für das Händler-Onboarding

Die einheitliche Risikoanalyse- und Entscheidungsfindungsplattform von Provenir kann automatisch Daten aus verschiedenen Systemen und Auskunftsstellen sammeln, standardisieren und für die Entscheidungsfindung analysieren. Mit Provenir können Sie die erforderlichen KYC-, Geldwäsche- und andere Compliance-Verfahren in wenigen Minuten abschließen und Ihren Kunden ein schnelles Onboarding bei gleichzeitiger Verbesserung der Compliance zu geringeren Kosten bieten.

  • Einfach zu konfigurierende Adapter erleichtern die schnelle Integration mit internen und externen Systemen und Auskunftsstellen, um alle erforderlichen Daten automatisch zu sammeln.
  • Dynamische Geschäftsregeln stellen sicher, dass nur die richtigen Daten erfasst werden, wodurch kostspielige und unnötige Anrufe bei Auskunftsstellen und Drittanbietern vermieden werden.
  • Die automatisierte Standardisierung sorgt für einheitliche Daten in verschiedenen Datenformaten, Ländern und Währungen.
  • Ein automatisierter Arbeitsablauf identifiziert, verifiziert und validiert den Kunden, führt Prüfungen durch und kennzeichnet Bereiche mit potenziellen Risiken.
  • Adapter erweitern den Wert aktueller Compliance-Systeme, da sich mit Provenir Daten problemlos sammeln, standardisieren und an bestehende Systeme weitergeben lassen.
  • Mit den unternehmensfreundlichen Konfigurationstools können Benutzer Regeln, Prozesse, Benutzeroberflächen und Integrationen schnell erstellen, testen, ändern und bereitstellen, um die Kontrolle und Flexibilität auf Unternehmensebene zu erhöhen.

Einheitsgrößen sind nicht immer ideal.

Laden Sie den Bericht herunter und erfahren Sie:

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